Schisandra chinensis (Chinesischer Limonenbaum): Naehrwerte, Inhaltsstoffe und Wirkung von Schisandra chinensis

Schisandra chinensis (Chinesischer Limonenbaum) – ist eine Schglingpflanze, die viele sauer-wuerzige Beeren und gruene Blaettern mit rosa Blattstielen traegt. Die reifen Schisandra-Beeren sind kugelfoermig und rotorange gefaerbt. Dank dem speziellen Geschmack werden sie nicht von den Voegeln gepickt.

Tatsaechlich ist der Geschmack des Beerenfleisches von Schisandra herb und sehr sauer. Dabai schmeckt die Beerenhaut eher suess-salzig, und die Samen sind bitterlich scharf. Deswegen nennnen die Chinesen Schisandra die Beere der fuenf Geschmaecke. Dabei wissen die chinesischen Aerzte schon seit 2000 Jahren von deren heilenden Eigenschaften. Und in seinen Augen steht Schisandra in der Popularität nur der Lebenswurzel Shenzhen etwas nach.

In Europa hat Schisandra chinesis ihren Einzug erst im 19. Jahrhundert gehalten, und seitdem werden fast alle Teile dieser Pflanze zu Heilungszwecken verwendet. Dazu gehoeren: Wurzeln, Samen, Beeren, Oel, Blaetter, Rinder und junge Auslaeufer der Liane.

Was aber die Hauskueche und professionelle Kochkunst betrifft, so werden hier Schisandra-Beeren meistens fuer die Herstellung von Kissel, Wein, Pralinen- und Hefeteigtaschenfuellung, Dicksaft, Konfituere, Eingemachtes, Kwass, Fruchtsaft- und andere erfrischend-aufmunternde Getraenke genutzt.

Nuetzliche Eigenschaften von Schisandra chinesis: Naehrwerte, Inhaltsstoffe und Wirkung von Schisandra

1. Schisandra-Beeren werden als Heilungsmittel verwendet, das adaptogene, allgemein anregende und leistungssteigernde Wirkung ausuebt. Fuer die anregende Wirkung ist die Substanz Schisandrin verantwortlich, die die Nervenerregbarkeit steigert und Herz- sowie Atmungsapparatfunktionen foerdert.

2. Schisandra-Fruechte erhoehen den Blutdruck, intensivieren Erregungsvorgaenge und  Reflexfunktionen von den Gehirnstrukturen, steigern die Leistungsfaehigkeit und beseitigen die infolge der geistigen und koerperlichen Uberlastung auftretende Muedigkeit.

3. Schisandra-Medikamente foerdern Erregningsvoergaenge in der Hirnrinde und unterstuetzen Reflexfunktionen des Zentralnervensystems. Sie werden in der Regel angezeigt fuer:

  • Asthenie,
  • Vegetative Gefäßdystonie, die mit niedrigem Blutdruck einhergeht,
  • Rekonvaleszenz (Wiederherstellung) nach somatischen oder Infektionskrankheiten.

4. Schisandra-Medikamente sind hilfreich bei:

  • Ueberanstrengung,
  • Nachlassen der Leistungsfaehigkeit,
  • Taetigkeiten, die grosse Nerven – und koerperlichen Belastung erfordern.

Fuer die Steigerung der Leistungsfaehigkeit ist es empfehlenswert, zweimal taeglich 1 g getrocknete Schisandra-Beeren zu sich zu nehmen.

5. Als Bestandteil der Komplextherapie werden Schisandra-Rezepte gegen sexuelle Neurastenie und Erkrankungen des Bewegungsapparates verwendent.

6. Die aus Schisandra, Brennessel oder gemeiner Rosskastanie hergestellten Auszuege regen die Funktion der Haarwurzel an und beugen dem Haarausfall vor.

7. Schisandra-Rezepte steigern die Widerstandsfaehigkeit des menschelichen Koerpers gegen den Sauerstoffmangel.

8. Die Schisandra-Medikamente (u.z. Infusionen und Tabletten) werden in der Schulmedizin als Mittel genutzt, die bei geschwaechtem Herzmuskel Herz- und Kreislaufsystem foerdern, Blutzirkulation stabilisieren und das Atmungszentrum erregen.

9. Aus Schisandra-Fruechten bzw. Schisandra-Samen und 96%-igem Alkohol bekommt man eine Infusion, die als Apfuschmittel verwendbar ist. Uebrigens soll man sich vor der Anwendung der Infusion unbedingt mit den Gegenanzeigen (s.u.) vertraut machen!

10. Alle Schisandra-Medikamente sollten entweder auf leeren Magen oder 4 Stunden nach der Mahlzeit genommen werden. Die Wirkung von Schisandra tritt ca. 30-40 Minuten nach der Einnahme ein und haelt etwa 4 bis 6 Stunden an.

11. Schisandra-Beeren enthalten aetherische Oele, Fett- und organische Saeuren, Gerbstoffe, Vitamine E, C (Askorbinsaeure) und der B-Gruppe, Mineralstoffe, aber auch Lignane Schisandrin und Schisandrol, d.h. Verbindungen, die die biologischen Grundeigenschaften der Pflanze bestimmen.

12. In den Schisandra-Beeren stecken grosse Mengen an Kalium, Selen und Jod.

13. Die staerkend-erfrischende und stimulierende Wirkung von Schisandra chinesis kommt besonders deutlich bei anstrengenden geistigen Taetigkeiten zum Vorschein, die mit grosser Aufmerksamkeit, hoher Konzentration und ganzheitlicher Betrachtungsweise verbunden sind. Dabei ist es aeusserst wichtig, dass die staerkend-aufmunternde Wirkung des chinesischen Spaltkoerbchens nicht von der Erschoepfung der Nervenzellen begleitet wird.

14. Besonders spuerbar kommt Schisandra chinesis zu ihrer staerkend-erfrischenden und stimulierenden Wirkung bei anstrengenden geistigen Taetigkeiten, die mit grosser Aufmerksamkeit, hoher Konzentration und ganzheitlicher Betrachtungsweise verbunden sind. Dabei ist es aeusserst wichtig, dass die staerkend-aufmunternde Wirkung des chinesischen Spaltkoerbchens nicht von der Erschoepfung der Nervenzellen begleitet wird.

15. Schisandra-Medikamente bewirken die Verschaerfung des Sehvermoegens und erleichtern die Anpassung der Augen an die Dunkelheit.

16. Bei Ueberanstrengung, Muedigkeit, Leistungsverfall, Traegheit und saisonbedingter Avitaminose koennen die Schisandra-Medikamente zum Zweck der Aufmunterung sowohl von gesunden Menschen, als auch von den Personen verwendet werden, die an Depression, Psychasthenie, niedrigem Blutdruck oder vegetativer Gefäßdystonie (mit niedrigem Blutdruck) leiden.

17. Schisandra chinesis foerdert sekretorische und motorische Funktionen des Magen-Darm-Traktes, und bei Diabetes mellitus senkt sie die Blutzuckerwerte. Ausserdem regt sie den Stoffwechsel an, setzt Regenerationsvorgaenge in Gang, staerkt das Immunsystem, steigert die sexuelle Lust und erhoeht die Potenz.

18. Es wurde festegestellt, dass Schsandra chinesis-Medikamente die Herzfrequenz vermindern und das Sehvermoegen in Dunkelheit (in der Nacht) erhoehen.

19. Schisandra chinesis enthaelt organische Saeuren (bis 11,36% Zitronensäure, bis 8,4% Aepfelsaeure und 0,8% Weinsaeure), Aufputschmittel (Schisandrin und Schisandrol), bis 1,5% Zucker, etwa 0,15% Farb- und Gerbstoffe, fettes und aetherisches Oel, Eisen, Phosphor, Mangan, Kalzium und noch einige Stoffe, deren chemische Zusammensetzung noch nicht ergruendet ist.

20. Die Behandlung der Kinderdysenterie mit Schisandra chinesis zeigt bessere Ergebnisse, als die mit Bakteriophagen.

21. Es ist bekannt, dass Schisandra Kontraktionen der Gebaermutter foerdert, deswegen werden z.B. Schisandra-Samen manchmal bei Geburtsverzögerung genutzt.

22. Zu den Inhaltsstoffen von Schisandra chnesis gehoeren folgende Makroelemente: К – 19,20; Ca – 0.70; Mg – 1,70; Fe – 0,06; und auch Mikroelemente Mn – 0,22; Cu – 0,10; Zn – 0,13; Cr – 0,01; Al – 0,02; Ba – 31,05; Se – 33,30; Ni – 0,33; Pb – 0,03; I – 0,09.

23. Zur Behandlung eines Ekzems und der entzuendlichen Hauterkrankungen empfiehlt sich die Schisandra-Salbe. Fuer deren Herstellung sollte man das Schisandra-Fruchtfleisch im Wasser oder Alkohol ziehen lassen, zunaechst den ergebenen Aufguss bei Temperatur 60-80℃ eindicken und erst dann die Salbe auf die betroffenen Hautzonen auftragen.

Nebenwirkungen und Gegeanzeigen von Schisandra-Medikamenten:

1. Bei der Anwendung von Schisandra-Medikamenten koennen folgende Nebenwirkungen auftreten: Allergien (bei Ueberdosierung kann sich ein Quincke-Ödem entwickeln), Schlafstoerungen, übermäßige Magensaftsekretion, Kopfschmerzen, Erhoehung des Blutdruckes, Tachykardie.

2. Vorsicht! Schisandra-Medikamente sind fuer Kindern 12 Jahren verboten.

3. Um das Einschlafen nicht zu erschweren, lohnt es sich die Schisandra-Infusion lieber vormittags einzunehmen. Bei Entstehung von Nebenwerkungen muss man die Schisandra-Infusion absetzen.

4. Vorsicht! Schisandra-Medikamente verstaerken die Wirkung von Psychostimulanzien und Analeptiken, u. a. Phenaminum, Koffein und Kampfer. Aus diesem Grund ist es empfohlen, nicht mehr als 5-6 Schisandra-Beeren taeglich zu verzehren.

 

Schisandra-Rezepte und Schisandra-Medikamente empfohlen bei:

  • Niedriegem Blutdruck (arterieller Hypotonie)
  • Geistiger ind koerperlicher Ueberanstrengung
  • Verminderter Leistungsfaehigkeit
  • Asthenie
  • Herzmuskelschwaeche
  • Wetterbedingter Traegheit und Schlaefrigkeit
  • Avitaminose
  • Uebermuedung
  • Nervenueberlastung
  • Frühlings-Avitaminose
  • Neurasthenie
  • Bronchitis
  • Kraefteverfall (auch wenn er durch Intoksikation oder chronische Infektionserkrankungen bedingt ist)
  • Kreislaufstoerungen
  • Abmagerung
  • Depression
  • Diabetes mellitus
  • Blutarmut
  • Durchfaellen
  • Stoffwechselstoerungen
  • Geschwaechtem Immunsystem
  • Erektiler Dysfunktion
  • Nierenerkrankungen
  • Meeresbohrinsel
  • Unfruchtbarkeit
  • Schlecht oder nicht heilenden Wunden
  • Nephritis
  • Herzneurose
  • Leberfunktionsstörung
  • Haarausfall
  • Appetitlosigkeit
  • Erkaeltungskrankheiten
  • Nachtblindheit
  • Psychasthenie
  • Niedrigem Hämoglobin-Wert
  • Sauerstoffmangel (Hypoxie)
  • Skorbut
  • Lungentuberkulose
  • Harninkontinenz
  • Keuchhusten
  • Stoerungen von Motorfunktionen des Verdauungstraktes
  • Reduktion der Sekretionsfunktion des Verdauungstraktes
  • Bronchialasthma
  • Geschwueren
  • Ekzemen
  • Magenkrankheiten
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Tripper
  • Dysenterie
  • Trophischem Geschwür
  • Sexueller Neurasthenie
  • Hohen Blutzuckerwerten
  • Minderung der Libido
  • Geburtsverzoegerung
  • Rehabilitation nach somatischen Erkrankungen
  • Rehabilitation nach den Infektionskrankheiten
  • Vegetativer Gefäßdystonie bei niedrigem Blutdruck
  • Vermindertem Tonus des Koerpers

Schisandra-Rezepte und Schisandra-Medikamente

verboten bei:

  • Schwangerschaft
  • Kopfschmerzen (durch den Bluthochdruck bedingt)
  • Stoerungen der Herzfunktion
  • Bluthochdruck
  • Schlaflosigkeit
  • Allergie
  • Hirndruck
  • Lebererkrankungen in akuter Phase
  • Chronischen Lebererkrankungen
  • Vegetativer Gefäßdystonie bei Bluthochdruck
  • Arachnoiditis
  • Tachykardie
  • Epilepsie
  • Ueberschuessiger Magensaeure
  • Erhoehter Reizbarkeit
  • Individueller Intoleranz
  • Laktation
  • Organischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Arachnoenzephalitis (Gehirnentzündung)

Uebersetzt von I. Jegorowa (Moskau)

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